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Pflege 2026: Alle Neuerungen in der ambulanten Pflege & Alltagsunterstützung

  • Autorenbild: Alles im Griff UG
    Alles im Griff UG
  • vor 5 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Das ändert sich für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegedienste


Das Jahr 2026 bringt zahlreiche Neuerungen in der ambulanten Pflege und Alltagsunterstützung in Deutschland. Ziel der Pflegereform ist es, Abläufe zu vereinfachen, digitale Angebote auszubauen und pflegende Angehörige stärker zu entlasten.


In diesem Artikel erfährst du übersichtlich und verständlich, welche Änderungen 2026 gelten und was sie konkret für Pflegebedürftige, Angehörige und Alltagshilfedienste bedeuten.

Elektronischer Medikationsplan ab 2026

Ein zentrales Element der Digitalisierung ist der elektronische Medikationsplan, der die elektronische Patientenakte (ePA) erweitert.

Vorteile:


  • genaue Dosierung

  • Einnahmezeitpunkte

  • Häufigkeit der Einnahme


Verschiedene Medikamente

Gerade in der ambulanten Pflege und Alltagshilfe sorgt der digitale Medikationsplan für mehr Sicherheit und weniger Medikationsfehler.



Entlastung für chronisch Kranke in der ambulanten Versorgung

Chronisch kranke Patient*innen profitieren 2026 von vereinfachten Rezeptregelungen:

  • keine Pflicht mehr, alle drei Monate in die Praxis zu kommen

  • Folgerezepte für zwei bis vier Quartale

  • längere Abrechnungszeiträume für Hausärzt*innen



Ein Arzt schreibt ein Rezept.


Das reduziert Wege, Wartezeiten und organisatorischen Aufwand – ein großer Vorteil für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.


Mehr Leistungen in Apotheken ab 2026

Apotheken übernehmen künftig mehr Aufgaben in der Gesundheitsversorgung:

  • Impfungen gegen Tetanus und FSME

  • Präventionsangebote bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes

  • Abgabe bestimmter rezeptpflichtiger Medikamente ohne Arztbesuch


Das entlastet Arztpraxen und verbessert den Zugang zur Versorgung – besonders im ländlichen Raum.


Mammographie-Screening früher und digitaler

Ab 2026:

  • Mammographie-Screening bereits ab 45 Jahren

  • Befundung kann online aus der Ferne erfolgen


Eine Patientin bei der Mammographie

Diese Neuerung verbessert die Früherkennung und verkürzt Wartezeiten.


Gürtelrose-Impfung ab 18 Jahren bei Risikogruppen

Die STIKO empfiehlt die Gürtelrose-Impfung nun auch für Erwachsene ab 18 Jahren mit:

  • geschwächtem Immunsystem

  • chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenerkrankungen


Die Impfung erfolgt zweimal im Abstand von 2–6 Monaten.


Pflegegeld & Pflegesachleistungen 2026: keine Erhöhung

Wichtig zu wissen:

  • Keine Erhöhung des Pflegegeldes 2026

  • Keine Erhöhung der ambulanten Pflegesachleistungen


Die nächste gesetzliche Anpassung ist frühestens ab 2028 geplant.Betreuungs- und Entlastungsleistungen bleiben im gleichen finanziellen Rahmen wie 2025.


Verhinderungs- und Kurzzeitpflege 2026: flexibler nutzbar

Eine der wichtigsten Neuerungen der Pflegereform 2026:

  • gemeinsamer Jahresbetrag von bis zu 3.539 €

  • flexible Nutzung für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

  • keine getrennte Budgetierung mehr


Das schafft mehr Spielraum für Betreuung, Haushaltshilfe und Vertretung.


Weniger Pflicht-Beratungsbesuche (§ 37.3 SGB XI)

Ab 2026:

  • Pflegegrade 2–5 benötigen nur noch zwei Beratungsbesuche pro Jahr

  • statt bisher bis zu vier Termine


Das reduziert Bürokratie und entlastet Pflegebedürftige und Angehörige deutlich.


Mehr Kompetenzen für Pflegefachkräfte in der ambulanten Pflege

Pflegefachkräfte dürfen 2026 mehr Leistungen eigenständig erbringen, z. B.:

  • Wundversorgung

  • Diabetesversorgung


Ohne jedes Mal ärztliche Rücksprache – das sorgt für schnellere Hilfe vor Ort und effizientere Abläufe.


Neue Qualitätsstandards für ambulante Pflege & Alltagshilfe

Ab dem 1. Juli 2026 gelten neue Qualitätsstandards nach § 113 SGB XI:

  • überarbeitete Maßstäbe und Grundsätze

  • neuer Leitfaden für Qualitätsmanagement


Auch Alltagshilfedienste sind betroffen, insbesondere bei Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten.


Fazit: Pflegereform 2026 bringt Struktur – aber wenig Geld

Die Neuerungen 2026 in der ambulanten Pflege und Alltagshilfe bringen:

  • mehr Flexibilität

  • weniger Bürokratie

  • stärkere Digitalisierung


Gleichzeitig bleiben finanzielle Spielräume begrenzt. Umso wichtiger ist es, bestehende Pflegeleistungen optimal zu nutzen und sich gut beraten zu lassen.


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Die Pflegegrade im Überblick:


  • Pflegegrad 1 – geringe Beeinträchtigung

  • Pflegegrad 2 – erhebliche Beeinträchtigung

  • Pflegegrad 3 – schwere Beeinträchtigung

  • Pflegegrad 4 – schwerste Beeinträchtigung

  • Pflegegrad 5 – schwerste Beeinträchtigung mit besonderen Anforderungen an die Versorgung


Je höher der Pflegegrad, desto umfassender sind die Leistungen der Pflegeversicherung – etwa Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Entlastungsleistungen oder Hilfsmittel... Weiterlesen

Sie möchten mehr über Alltagsunterstützung erfahren?

Dann schauen Sie sich gerne unsere Blogbeiträge an!







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Wir sind ein alltagsunterstützender Dienst mit Sitz in Strausberg und bedienen die Regionen Märkisch-Oderland, Barnim, Oberhavel und den Landkreis Oder-Spree. Kontaktieren Sie uns gerne für ein erstes Telefonat und wir erörtern gemeinsam Ihren Unterstützungsbedarf!



 
 
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